Wachteln sind eine interessante Alternative oder Ergänzung zur klassischen Hühnerhaltung. Sie sind klein, vergleichsweise leise und liefern regelmäßig schmackhafte Mini-Eier. Besonders Legewachteln erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie bereits wenige Wochen nach dem Schlüpfen mit der Ei-Produktion beginnen. Doch bevor man startet, gibt es einige wichtige Punkte zur artgerechten Haltung zu beachten.
Darf man Wachteln im Garten halten?
In der Regel ist das Halten von Wachteln im Wohngebiet erlaubt, da sie im Vergleich zu Hühnern kaum Geräusche verursachen. Ein Hahn kräht nicht wie bei Hühnern, sondern gurrt eher leise. Dennoch empfiehlt es sich, vorab bei der Gemeinde oder Vermieter nachzufragen, um Missverständnisse mit Nachbarn zu vermeiden.
Artgerechte Haltung von Wachteln
Wachteln benötigen einen sicheren, überdachten Stall und ein Gehege mit ausreichend Platz. Ein wettergeschützter, zugfreier Bereich ist besonders wichtig, da Wachteln empfindlicher gegenüber Kälte und Nässe sind als Hühner. Ein sandiger Bereich im Auslauf ermöglicht ihnen das Sandbaden, was für die Gefiederpflege unverzichtbar ist.
Brauchen Wachteln Auslauf? – Ja! Selbst wenn sie nicht so viel Platz wie Hühner benötigen, profitieren sie enorm von einem abwechslungsreichen, strukturierten Gehege mit Verstecken, Zweigen und kleinen Unterschlüpfen.
Wie viele Wachteln halten?
Wachteln sind gesellige Tiere und sollten niemals allein gehalten werden. Mindestens fünf bis sechs Tiere sind ideal, damit sie ein stabiles Sozialgefüge entwickeln. Auch kleine Gruppen brauchen ausreichend Platz – pro Tier rechnet man mindestens 0,25 m² im Stall und möglichst großzügigen Auslauf.
Wachteln mit Hühnern halten
Grundsätzlich ist es nicht empfehlenswert, Wachteln zusammen mit Hühnern zu halten. Hühner sind deutlich größer und können die kleineren Wachteln bedrängen oder verletzen. Zudem haben beide Tierarten unterschiedliche Bedürfnisse bei Futter und Stallgestaltung. Eine Trennung ist daher artgerechter und stressfreier für die Tiere.
Wachteln pflegen und füttern
Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit und Legeleistung. Spezialfutter für Legewachteln enthält die richtige Menge an Eiweiß und Nährstoffen. Frisches Grünfutter wie Kräuter, Salat oder Gurke ergänzt den Speiseplan. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein. Die Pflege umfasst außerdem die regelmäßige Reinigung des Stalls, das Ausmisten der Einstreu und die Kontrolle auf Parasiten oder Verletzungen. Wer nicht so oft Ausmisten möchte, kann auch die Deep Litter Methode benutzen.
Kosten der Wachtelhaltung
Die Anschaffungskosten sind meist geringer als bei Hühnern: Eine Wachtel kostet etwa 5–10 €, ein stabiler Stall mit Auslauf kann jedoch je nach Größe und Ausstattung 200–500 € betragen. Hinzu kommen laufende Futterkosten (ca. 5–10 € pro Monat für eine kleine Gruppe) sowie Einstreu und gelegentlich Tierarztkosten.
Wachteln im Winter halten
Die Wachtelhaltung im Winter erfordert besondere Aufmerksamkeit. Obwohl Wachteln kälteverträglich sind, benötigen sie einen gut isolierten, trockenen Stall. Zugluft und Feuchtigkeit sind zu vermeiden, da sie schnell zu Erkrankungen führen können. Eine dicke Einstreu, windgeschützte Bereiche und ggf. eine Wärmelampe bei sehr tiefen Temperaturen helfen, die Tiere gesund durch den Winter zu bringen.
Fazit
Wachteln zu halten ist vergleichsweise unkompliziert und auch für kleinere Gärten im Wohngebiet gut umsetzbar. Sie sind leise, liefern regelmäßig Eier und benötigen weniger Platz als Hühner – vorausgesetzt, man achtet auf eine artgerechte Haltung, Schutz vor Witterung und ausreichend Auslauf.





