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Mastkaninchen halten – Nachhaltiges Fleisch

Immer mehr Selbstversorger entdecken die Haltung von Mastkaninchen als nachhaltige und platzsparende Möglichkeit, hochwertiges Fleisch zu erzeugen. Kaninchen lassen sich gut in ein Permakultur-System integrieren: Sie liefern Fleisch, Dünger und verwerten Futterreste aus dem Garten. Wer Kaninchen für die Selbstversorgung halten möchte, sollte sich jedoch vorab über artgerechte Haltung, Fütterung und rechtliche Aspekte informieren.

Was sind Mastkaninchen?

Unter Mastkaninchen versteht man speziell für die Fleischproduktion gezüchtete Tiere. Häufig handelt es sich um große Fleischkaninchenrassen wie Deutsche Riesen, Weiße Neuseeländer oder Kalifornier. Diese zeichnen sich durch schnelles Wachstum, gute Futterverwertung und eine hohe Fleischqualität aus.

Mastkaninchen halten – Grundlagen

Fleischkaninchen können in Ställen, Freigehegen oder mobilen Kaninchen-Traktoren gehalten werden. Jedes Tier sollte dabei mindestens einen halben bis einen Quadratmeter Platz zur Verfügung haben, um sich ausreichend bewegen zu können. Ein guter Witterungsschutz ist entscheidend, damit die Tiere vor Zugluft, Hitze und Nässe geschützt sind. Als Einstreu eignen sich Stroh oder Heu, die den Untergrund trocken und warm halten.

Die Fütterung basiert in erster Linie auf frisches Grün wie Gras, Heu, Kräuter und Gemüse aus dem Garten sowie Zweige zum Knabbern, um den Zahnabrieb zu fördern. In der Mastphase wird zusätzlich eiweißreiches Futter wie Körner oder spezielle Pellets gegeben. Wer Mastkaninchen züchten möchte, benötigt außerdem Wurfboxen und sichere, ruhige Bereiche für Häsinnen und Jungtiere. In der Permakultur setzt man oft auf wechselnde Ausläufe, um den Boden zu schonen und den Tieren stets frisches Grün anbieten zu können.

Mastdauer und Schlachtzeit

Die Mastzeit beträgt bei den meisten Rassen 10–12 Wochen, bis die Kaninchen ein Schlachtgewicht von 2,5–3 kg erreichen. Bei größeren Rassen kann es etwas länger dauern. Geschlachtet wird meist zwischen der 12. und 16. Woche, da das Fleisch dann besonders zart ist.

Kaninchen für Selbstversorger

Kaninchen haben für Selbstversorger gleich mehrere Vorteile. Sie wachsen schnell heran, sodass die Mastzeit kurz bleibt. Das Fleisch ist sehr mager, eiweißreich und gilt als besonders bekömmlich. Die Haltung erfordert wenig Platz, wodurch sich Kaninchen auch in kleineren Gärten unterbringen lassen. Zudem fällt Kaninchenkot an, der ein wertvoller Dünger für den Gemüseanbau ist. Durch die Möglichkeit, sie mit Gartenabfällen und Wildkräutern zu füttern, lassen sie sich ideal in ein nachhaltiges Kreislaufsystem integrieren, wie es in der Permakultur üblich ist.

Nachhaltigkeit von Kaninchenfleisch

Kaninchen gelten als eine der umweltfreundlichsten Fleischquellen für Selbstversorger. Sie benötigen vergleichsweise wenig Futter pro Kilogramm Fleisch, können mit überschüssigem Grün aus dem Garten ernährt werden und brauchen deutlich weniger Platz als große Nutztiere. In einem Permakultur-System tragen sie zur Schließung von Nährstoffkreisläufen bei: Küchenabfälle werden zu Futter, der Mist düngt die Beete, und überschüssige Pflanzenreste finden wieder Verwendung. Im Vergleich zu Rind- oder Schweinefleisch ist der ökologische Fußabdruck von Kaninchenfleisch sehr gering.

Rechtliche Aspekte

Für die private Haltung von Fleischkaninchen ist in der Regel keine Genehmigung notwendig, solange die Tiere ausschließlich für den Eigenbedarf gehalten werden. Wer jedoch regelmäßig züchten, verkaufen oder größere Bestände halten möchte, muss sich über tierseuchenrechtliche Vorschriften und Schlachtgenehmigungen informieren.

Artgerechte Mastkaninchenhaltung

Eine artgerechte Haltung bedeutet, den Tieren ausreichend Platz, Beschäftigung und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Mobile Ställe oder Freigehege, wie sie in der Permakultur oft eingesetzt werden, ermöglichen eine abwechslungsreiche Ernährung und mehr Bewegungsfreiheit. Die Tiere profitieren von frischem Grün und unterschiedlichen Untergründen, während die Flächen durch Rotationsweiden geschont und regeneriert werden können.

Fazit

Ob im großen Garten oder auf dem Selbstversorgerhof – Mastkaninchen sind eine effiziente und relativ unkomplizierte Möglichkeit, sich selbst mit hochwertigem Fleisch zu versorgen. Wer sich für die Zucht und Mast von Fleischkaninchen entscheidet, sollte stets die artgerechte Haltung, gute Fütterung und stressfreie Schlachtung in den Vordergrund stellen.

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