Johannisbeergelee selber machen

Johannisbeergelee gehört zu den beliebtesten Möglichkeiten, die Ernte roter, weißer oder schwarzer Johannisbeeren haltbar zu machen. Mit seinem fruchtig-säuerlichen Geschmack passt es hervorragend zu Brot, Brötchen, Desserts oder sogar herzhaften Gerichten. Die Herstellung ist unkompliziert und gelingt auch Einsteigern mit wenigen Zutaten.

Zutaten für etwa 5 Gläser

  • 1 kg Johannisbeeren
  • 500 ml Wasser
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Alternativ kann die Zuckermenge je nach verwendetem Gelierzucker angepasst werden. Die Angaben des Herstellers sollten dabei beachtet werden.

Johannisbeeren vorbereiten

Die Johannisbeeren gründlich waschen und von groben Verunreinigungen befreien. Die Beeren müssen nicht einzeln von den Rispen entfernt werden, da sie später ohnehin ausgekocht und durch ein Sieb passiert werden.

Johannisbeersaft gewinnen

Die Johannisbeeren zusammen mit dem Wasser in einen großen Topf geben und langsam erhitzen. Die Früchte etwa 10 bis 15 Minuten köcheln lassen, bis sie aufplatzen und ihren Saft freigeben.

Anschließend die Masse durch ein feines Sieb, ein Passiertuch oder einen Geleebeutel gießen. Wer ein besonders klares Johannisbeergelee erhalten möchte, sollte den Saft lediglich abtropfen lassen und nicht ausdrücken.

Den gewonnenen Saft vollständig auffangen.

Johannisbeergelee kochen

500 ml Johannisbeersaft mit dem Gelierzucker in einen ausreichend großen Topf geben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.

Sobald die Mischung sprudelnd kocht, die auf der Verpackung des Gelierzuckers angegebene Kochzeit einhalten. In der Regel sind dies etwa 3 bis 4 Minuten.

Während des Kochens kann eventuell entstehender Schaum abgeschöpft werden.

Gelierprobe durchführen

Vor dem Abfüllen empfiehlt sich eine Gelierprobe. Dazu einen kleinen Löffel Gelee auf einen kalten Teller geben.

Wird die Masse nach kurzer Zeit fest, ist das Gelee fertig. Falls nicht, sollte es noch ein bis zwei Minuten weitergekocht werden.

Johannisbeergelee abfüllen

Das heiße Gelee sofort bis knapp unter den Rand in saubere, sterilisierte Gläser füllen. Die Gläser verschließen und für einige Minuten auf den Deckel stellen.

Danach wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.

Varianten des Johannisbeergelees

Das Grundrezept lässt sich vielseitig abwandeln:

Rotes Johannisbeergelee

Die klassische Variante überzeugt durch ihre ausgewogene Mischung aus Süße und Säure.

Schwarzes Johannisbeergelee

Schwarze Johannisbeeren besitzen ein besonders intensives Aroma und enthalten viele natürliche Farbstoffe.

Weißes Johannisbeergelee

Weißes Johannisbeergelee ist etwas milder und eignet sich hervorragend für feine Desserts oder Frühstücksgebäck.

Johannisbeergelee mit Kräutern

Einige Zweige Zitronenmelisse oder Minze verleihen dem Gelee eine interessante zusätzliche Geschmacksnote.

Tipps für ein gelungenes Johannisbeergelee

  • Nur reife und unbeschädigte Früchte verwenden.
  • Die Gläser vor dem Befüllen gründlich sterilisieren.
  • Für besonders klares Gelee den Saft nicht ausdrücken.
  • Das Gelee möglichst heiß abfüllen.
  • Kühl und dunkel lagern.

Haltbarkeit

Richtig eingekochtes Johannisbeergelee hält sich meist mindestens ein Jahr. Nach dem Öffnen sollte das Glas im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.

Fazit

Johannisbeergelee selbst zu machen ist eine einfache Möglichkeit, die Beerenernte zu konservieren. Mit wenigen Zutaten entsteht ein aromatischer Brotaufstrich, der den Geschmack des Sommers über viele Monate bewahrt. Ob aus roten, weißen oder schwarzen Johannisbeeren – das selbstgemachte Gelee überzeugt durch seinen fruchtigen Geschmack und seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten.

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