Die Buschbohne (auch Strauchbohne genannt) gehört zu den pflegeleichtesten Gemüsepflanzen im Garten und ist ideal für Anfänger. Sie wächst kompakt, braucht keine hohe Rankhilfe wie Stangenbohnen und liefert schon nach wenigen Wochen eine reiche Ernte. Wer Buschbohnen pflanzen möchte, kann sie sowohl im Beet, im Hochbeet als auch im großen Kübel kultivieren.
Wann Buschbohnen pflanzen?
Die Aussaat von Buschbohnen erfolgt ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, sobald die Bodentemperatur mindestens 10–12 °C erreicht hat und keine Spätfröste mehr drohen. Frühere Aussaaten lohnen sich nicht, da die Samen im kalten Boden schlecht keimen und faulen können.
👉 Tipp: Wer alle 2–3 Wochen neue Buschbohnenpflanzen sät, kann die Ernte bis in den Herbst hinein verlängern.
Aussaat von Buschbohnen
- Direktsaat ist üblich, Vorkultur ist nicht nötig.
- Säe die Samen etwa 2–3 cm tief in die Erde.
- Abstand: 40 cm zwischen den Reihen, je nach Sorte 2–8 cm in der Reihe.
- Als Horstsaat (3–5 Samen in ein kleines Pflanzloch) wachsen die Pflanzen besonders kräftig. Dann den Abstand auf 15cm erhöhen.
Die Buschbohne erreicht eine Höhe von etwa 30–50 cm, bleibt also deutlich kleiner als Stangenbohnen und benötigt daher keine Rankhilfe.
Besonders schön anzusehen ist es, wenn verschieden farbige Bohnen angebaut werden. Egal ob lila Bohnen, gelbe Wachsbohnen oder grüne Buschbohnen – die Sortenauswahl ist riesig. Um nachhaltig zu gärtnern sollten unbedingt samenfeste Sorten genommen werden. Wer nach alten Buschbohnensorten sucht, der wird beim Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt fündig.
Standort und Boden
- Sonniger bis halbschattiger Platz.
- Lockerer, humusreicher Boden ohne Staunässe.
- Düngen ist bei den Schwachzehrern in der Regel nicht notwendig. Wer einen sehr nährstoffarmen Boden hat, der kann mit Kompost arbeiten.
- Im Hochbeet fühlen sich Buschbohnen besonders wohl, da sich die Erde hier schneller erwärmt.
👉 Tipp: Wer sie an den Rand des Hochbeets pflanzt, kann sie herunter wachsen lassen und hat somit mehr Platz im Hochbeet.
Pflege der Buschbohne
- Buschbohnen brauchen keine Rankhilfe, da sie kompakt wachsen. Bei sehr windigen Lagen kann jedoch ein kleiner Stützstab hilfreich sein.
- Regelmäßig gießen, oder noch besser mulchen, besonders während der Blütezeit und der Schotenbildung.
- Da Bohnen selbst Stickstoff binden, benötigen sie kaum zusätzliche Düngung.
Mischkultur & Fruchtfolge
Die Buschbohne ist ein idealer Partner im Gemüsegarten:
- Gute Nachbarn: Kartoffeln, Gurken, Kohl, Sellerie, Zucchini.
- Schlechte Nachbarn: Erbsen und andere Bohnenarten.
- Wichtig: Nach Bohnen sollte erst nach 2–4 Jahren wieder Bohnen oder Erbsen angebaut werden, um Bodenkrankheiten zu vermeiden. Wer auf Mischkultur oder Chaos-Gärtnern setzt kann die Zeit deutlich verkürzen.
Ernte der Buschbohnen
Etwa 8–10 Wochen nach der Aussaat sind die ersten Buschbohnenpflanzen erntereif.
- Ernte, wenn die Schoten noch zart und die Körner innen kaum sichtbar sind.
- Regelmäßiges Pflücken regt die Pflanze an, neue Blüten und Schoten zu bilden.
- Bohnen niemals roh essen – sie enthalten Phasin, das erst durchs Kochen unschädlich wird.
- Lasse die kräftigsten und gesündesten Pflanzen voll ausreifen und nutze das Saatgut im Folgejahr. So erhältst du gratis Saatgut und entwickelst deine eigene angepasste Landrasse.
Fazit
Der Anbau von Buschbohnen ist unkompliziert und lohnend. Mit ein wenig Geduld, ausreichend Wärme und regelmäßiger Pflege wirst du schnell mit einer reichen Ernte belohnt. Ob im Beet, im Hochbeet oder sogar im Kübel: Die Buschbohne ist ein dankbares Gemüse für Selbstversorger und Hobbygärtner.





