Die Erbse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und ist nicht nur gesund, sondern auch im Garten leicht zu kultivieren. Ob Zuckerschoten, Zuckererbsen oder klassische Markerbsen – mit den richtigen Tipps gelingt der Anbau von Erbsen auch Einsteigern.
Standort und Boden
Die Pflanze Erbse bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten. Der Boden sollte locker, humusreich und nicht zu nährstoffreich sein – Erbsen gehören zu den Leguminosen und reichern durch ihre Knöllchenbakterien selbst Stickstoff im Boden an. So verbessern sie die Bodenqualität für nachfolgende Kulturen.
Erbsen können gut in Mischkultur angebaut werden. Gute Nachbarn sind Karotten, Radieschen, Rote Beete, Kohlarten und Salat. Schlechte Nachbarn sind andere Hülsenfürchte wie Bohnen aber auch Kartoffeln und Tomaten.
Zeitpunkt der Aussaat
Wer Erbsen pflanzen möchte, beginnt früh im Jahr:
- Frühjahr: Ab Ende März bis April können die ersten Sorten ins Beet. Sie sind frosttolerant.
- Zuckerschoten und Zuckererbsen: Sie sind kälteverträglicher und eignen sich gut für frühe Aussaaten.
- Tipp: Direktsaat ins Freiland ist üblich. Die Samen etwa 3–5 cm tief mit 5cm Abstand in Reihen mit ca. 30–40 cm Abstand legen.
Pflege der Erbsenpflanzen
Der Anbau von Erbsen ist relativ pflegeleicht. Wichtig sind:
- Rankhilfe: Viele Sorten, vor allem Zuckererbsen, brauchen ein Gerüst aus Stäben, Zweigen oder Netzen, an denen sie hochklettern können.
- Bewässerung: Erbsen mögen gleichmäßige Feuchtigkeit, Staunässe sollte aber vermieden werden.
- Mulchen: Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut.
Ernte von Erbsen und Zuckerschoten
- Markerbsen werden geerntet, wenn die Körner voll ausgereift, aber noch zart sind.
- Zuckerschoten dagegen pflückt man schon früher, solange die Schoten noch flach und die Körner kaum sichtbar sind. Sie schmecken süß und knackig.
- Regelmäßiges Pflücken kann die Erntezeit verlängern, da die Pflanze immer neue Schoten bilden können.
Verwendung in der Küche
- Zuckerschoten: roh im Salat, kurz blanchiert oder im Wok
- Klassische Erbsen: frisch gepult als Gemüsebeilage, in Suppen oder püriert
- Zuckererbsen: ideal für leichte Sommergerichte
Erbsen haltbar machen
Frisch geerntete Erbsen und Zuckerschoten schmecken am besten, lassen sich aber auch gut konservieren. Die gängigste Methode ist das Einfrieren: Dazu die Erbsen oder Zuckererbsen kurz blanchieren, kalt abschrecken und portionsweise einfrieren – so bleiben Geschmack und Vitamine weitgehend erhalten. Auch das Einwecken oder Trocknen ist möglich, wobei getrocknete Erbsen vor allem für Suppen und Eintöpfe genutzt werden. So kann man den Ertrag aus dem Garten lange genießen und hat eine wertvolle Eiweißquelle für den Wintervorrat.
Fazit: Wer Erbsen anbauen möchte, hat nicht nur eine pflegeleichte Kultur, sondern verbessert gleichzeitig den Boden und bekommt eine leckere, vitaminreiche Ernte. Besonders Zuckerschoten sind für Anfänger eine gute Wahl, da sie unkompliziert wachsen und vielseitig verwendbar sind.





