Close-up of someone pouring apple cider into glasses on a wooden table with apples and spices.

Apfelsaft selber machen – Mit & ohne Presse

Frischer Apfelsaft ist nicht nur ein köstlicher Durstlöscher, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, die Apfelernte aus dem eigenen Garten zu verwerten und Äpfel haltbar zu machen. Wer Apfelsaft selber machen möchte, hat verschiedene Methoden zur Auswahl – vom klassischen Dampfentsafter über die Saftpresse bis hin zur Zubereitung im Kochtopf. Jede Variante hat ihre Vorteile und eignet sich für unterschiedliche Mengen und Ansprüche.


1. Apfelsaft selber machen mit dem Dampfgarer oder Dampfentsafter

Der Dampfentsafter ist eine bekannte Methode, um Apfelsaft herzustellen. Dabei werden die zerkleinerten Äpfel im oberen Teil des Gerätes geschichtet, darunter befindet sich ein Auffangbehälter für den entstehenden Saft. Durch heißen Wasserdampf platzen die Zellwände der Früchte auf, und der Saft tritt aus.

👉 Vorteile:

  • Längere Haltbarkeit, da der Saft bereits erhitzt ist.
  • Relativ einfache Handhabung.
  • Gute Ausbeute auch bei größeren Mengen.

👉 Nachteil:

  • Durch die Hitze gehen einige Vitamine verloren.

2. Apfelsaft selber machen mit der Saftpresse

Eine Saftpresse ist die schonendste Möglichkeit, kaltgepressten und naturtrüben Apfelsaft selber herzustellen. Hierbei werden die Äpfel zerkleinert und anschließend gepresst. Das Ergebnis ist ein sehr frischer, ungefilterter Apfelsaft mit vollem Aroma und vielen Nährstoffen.

👉 Vorteile:

  • Sehr hoher Vitamingehalt.
  • Intensiver, natürlicher Geschmack.
  • Direkter Genuss möglich.

👉 Nachteil:

  • Nur kurze Haltbarkeit im Kühlschrank (2–3 Tage).
  • Für längere Aufbewahrung muss der Saft pasteurisiert oder eingefroren werden.

3. Apfelsaft machen im Kochtopf

Wer keinen Entsafter oder keine Presse besitzt, kann Apfelsaft selber machen im Kochtopf. Dazu werden die Äpfel gewaschen, grob zerkleinert und mit etwas Wasser aufgekocht. Nach etwa 30 Minuten Kochzeit wird der Brei durch ein Sieb oder ein Tuch gegeben, sodass der Saft herausläuft.

👉 Vorteile:

  • Keine Spezialgeräte notwendig.
  • Auch für kleine Mengen gut geeignet.

👉 Nachteil:

  • Relativ arbeitsintensiv.
  • Der Saft ist nicht ganz klar, sondern eher naturtrüb.

4. Weitere Methoden

Neben den klassischen Varianten gibt es noch andere Wege, selber Apfelsaft herzustellen:

  • Slow Juicer: besonders schonend, da er mit langsamer Pressung arbeitet und viele Vitamine erhält.
  • Kombination mit anderen Ffrüchten: Äpfel lassen sich hervorragend mit Holunder, Quitten oder Birnen mischen – für individuelle Geschmacksrichtungen.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

  • Frischer kaltgepresster Apfelsaft hält sich gekühlt nur wenige Tage.
  • Für längere Lagerung empfiehlt sich das Pasteurisieren (kurzes Erhitzen auf min. 80 °C) und Abfüllen in sterilisierte Flaschen.
  • Alternativ kann man Apfelsaft einfrieren oder ein leckeres Gelee davon machen.

Fazit

Ob mit Dampfentsafter, Saftpresse oder im Kochtopf – es gibt viele Möglichkeiten, Apfelsaft selber zu machen. Für den Sofortgenuss eignet sich die schonende Pressung am besten, für größere Mengen und längere Haltbarkeit sind Dampfentsafter oder Pasteurisieren die richtige Wahl. Wer selber Apfelsaft herstellen möchte, kann zudem kreativ werden und verschiedene Früchte mischen – so entsteht immer wieder ein neues Geschmackserlebnis.

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